Ein besonderer Nachmittag liegt hinter uns: Im Rahmen seines Amtssitzwechsels ins östliche Ruhrgebiet besuchte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz das Agnesheim Funckenhausen. Für uns war dieser Besuch eine schöne Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen, miteinander ins Gespräch zu kommen und vor allem den jungen Menschen Raum zu geben, selbst zu erzählen, was sie bewegt und welche Pläne sie für ihr Leben haben.

Zu Beginn des Besuchs informierten Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeitende des Agnesheims über unsere Einrichtung und die pädagogische Arbeit. Es ging um die verschiedenen Wohn- und Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie um die Frage, wie junge Menschen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet und gestärkt werden können. So hatten sich die Mitarbeitenden, Kinder und Jugendlichen zuvor die Kinderechte als zentrales Thema ausgesucht. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen. In Kinder- und Jugendteams können sie ihre Anliegen einbringen, Entscheidungen des gemeinsamen Alltags mitgestalten und erleben, dass ihre Meinung zählt. Denn Selbstständigkeit bedeutet für nicht nur, Dinge irgendwann alleine zu bewältigen. Es bedeutet auch, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Zukunft zunehmend selbst in die Hand zu nehmen.

Begegnung auf Augenhöhe

Nach dem Besuch im Agnesheim ging es für sechs Jugendliche gemeinsam mit dem Erzbischof zum 3D-Schwarzlicht-Minigolf in die Hagener Innenstadt. Ganz bewusst stand dabei nicht die offizielle Begegnung im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erlebnis.

Beim Spielen kamen die Jugendlichen und Erzbischof Dr. Bentz ganz ungezwungen miteinander ins Gespräch. Dabei erzählten die Jugendlichen von ihren Wohngruppen, ihren Erfahrungen und ihren beruflichen Zukunftsplänen.

Und natürlich durfte auch ein bisschen sportlicher Ehrgeiz nicht fehlen: Am Ende konnten die Kinder und Jugendlichen einen Sieg gegen den Erzbischof feiern. Die Freude darüber war groß – schließlich gewinnt man nicht jeden Tag beim Minigolf gegen einen Erzbischof.

Besonders schön war, dass beim gemeinsamen Spielen Begegnung ganz selbstverständlich möglich wurde. Es wurde gelacht, gespielt und erzählt. So entstand Raum für Gespräche, die an einem Tisch vielleicht ganz anders verlaufen wären.

Zeit für Austausch und neue Eindrücke

Für unsere Jugendlichen war der Nachmittag eine besondere Gelegenheit, mit einem Menschen ins Gespräch zu kommen, dem sie sonst vermutlich nicht im Alltag begegnen würden. Gleichzeitig konnte Erzbischof Dr. Bentz einen unmittelbaren Einblick in die Lebenswelt unserer Einrichtung und in die Themen bekommen, die junge Menschen beschäftigen.

Für uns als Verein sind solche Begegnungen wertvoll. Sie zeigen, wie wichtig es ist, jungen Menschen zuzuhören, ihnen etwas zuzutrauen und ihnen Möglichkeiten zu geben, ihre eigenen Vorstellungen und Perspektiven einzubringen.

Danke für die Begegnung

Wir bedanken uns bei Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz für seinen Besuch, das offene Interesse an unserer Arbeit und vor allem für die Zeit, die er sich für die Begegnung mit unseren Jugendlichen genommen hat.

Für uns war es ein besonderer Nachmittag – mit interessanten Gesprächen, gemeinsamen Erlebnissen und vielen persönlichen Begegnungen, die noch ein wenig nachwirken werden.